Amenorrhoe
Das Ausbleiben der Periode, wird zwar nicht immer als "Problem" angesehen, ist für den Körper aber nicht optimal und zeigt, dass hier irgendwelche Schwachstellen zu Grunde liegen.
Es gibt einmal die primäre Amenorrhoe, bei der erst gar keine Menarche auftritt. Die passiert vor allen Dingen bei starken Untergewicht, wie bei Magersucht oder auch bei bestimmten Erkrankungen. Abgesehen davon können auch genetische Störungen Ursache für die primäre Amenorrhoe sein, zum Beispiel das Turner- oder das Kallmann-Syndrom. Es gibt aber auch Mädchen bei denen Periode einfach nur sehr spät erst auftritt, ohne dass eine Krankheit vorliegt. Dies tritt dann meist familiär gehäuft auf.
Bei der sekundären Amenorrhoe, fällt die Periode plötzlich aus. Das kommt zum Beispiel ganz normal in der Schwangerschaft und Stillzeit oder nach den Wechseljahren vor, kann aber auch krankheitsbedingt vorkommen.
Ursachen der sekundären Amenorrhoe:
• PCOS
• Vorzeitige Wechseljahre
• Funktionsstörungen des Hypothalamus (durch: Stress, zu viel Sport, schlechte Ernährung, Magersucht, Mikronährstoffmangel, Depressionen, Strahlentherapie, Verletzungen)
• Schilddrüsenüber- oder Unterfunktion
• Antibabypille
• Antidepressiva
• Schock, Trauer
Seltener durch:
• Chronische Störungen von: Lunge, Verdauungstrakt, Blut, Niere, Leber
• Manche Autoimmunerkrankungen
• Krebs
• HIV
• Cushing-Syndrom
• Polypen, Myome
Hypermenorrhoe
Die Hypermenorrhoe beschreibt die Verstärkte Menstruationsblutung. In der Regel spricht man hiervon ab etwa 80ml Blut pro Menstruation.
Die Hypermenorrhoe führt dabei auch häufig zu einem begleitenden Eisenmangel, gerade auch wenn die Menstruation nicht nur besonders stark ist, sondern auch noch besonders lange andauert.
Häufig liegen hier hormonelle Störungen zu Grunde die für die verstärkte Blutung verantwortlich sind. Häufig kommt es auch zu verstärkter Blutung nach einer Geburt oder nach Einsetzen einer Spirale zur Verhütung.
Weitere Ursachen die zur Hypermenorrhoe führen können sind:
• Polypen und Myome
• Entzündungen von Gebärmutter o. Eileiter
• Endometriose
• Hormonstörungen
• Blutgerinnungsstörungen
• Schilddrüsenerkrankungen
• Herz- und Nierenerkrankungen
• Lebererkrankungen
Dysmenorrhoe
Schmerzen und Krämpfe die während der Periode auftreten, werden als Dysmenorrhoe bezeichnet. Meistens treten diese Beschwerden in den ersten Jahren nach der Menarche auf und ohne feststellbare organische Ursache, in dem Fall werden sie als primäre Dysmenorrhoe benannt. Dennoch leiden viele Mädchen dabei so sehr, dass sie in dieser Zeit nicht einmal mehr zu Schule gehen können.
Verstärkt werden die Beschwerden durch Rauchen, einen niedrigen BMI < 20 kg/m2, psychische Belastungen und körperliche o. sexuelle Gewalterfahrungen.
Treten die Beschwerden erst später auf, spricht man von sekundärer Dysmenorrhoe. Hier gibt es organische Ursachen, die die Beschwerden erklären.
• Endometriose
• Myome
• Entzündungen von Gebärmutter, Eileiter o. Eierstöcken
• Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa
prämenstruelles Syndrom
PMS oder das prämenstruelle Syndrom sind Beschwerden, die bei vielen Frauen in der Zeit zwischen Eisprung und Menstruation auftreten können. Je nachdem wie stark eine Frau betroffen ist, zeigen sich die die PMS-Symptome schon kurz nach den Eisprung und halten bis zur Periode an. Bei anderen dagegen treten die Symptome nur Stunden bis wenige Tage vorher auf.
Man geht davon aus, dass ca. 30-40% der Frauen von PMS betroffen sind. Die Symptome können sich hierbei in vielen verschiedenen Varianten zeigen. Die Beschwerdebilder reichen hierbei von Stimmungsschwankungen, über Wassereinlagerungen, über Schmerzen und Krämpfe in unterschiedlicher Ausprägung, bis hin zu Heißhungerattacken, Verdauungsproblemen, Erschöpfung und Migräne.
Wie genau die Typen unterschieden werden wird dann nochmal in einer eigenen Reihe genauer unter die Lupe genommen.
Die Ursachen sind nicht geklärt, man geht aber von einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren aus, wie zum Beispiel:
• Mikronährstoffmangel
• Hormonelle Störungen
• Erbliche Veranlagung
• Bewegungsmangel
• Unzureichender Schlaf
• Hoher Nikotin- & Alkoholkonsum
Stress
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